Schleifen

Schleifen

 



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Alte Holzdielen kann man aufarbeiten!

 


 

Ein gut gepflegter Holzboden kann seine Qualität über viele Jahrzehnte erhalten. Es ist nicht immer notwendig den hochwertigen Bodenbelag nur wegen ein paar kleinen Schäden heraus zu reißen und zu ersetzten.                                        

Mit kleinen Ausbesserungsarbeiten und dem anschließenden Schleifen ist ein Holzfußboden wieder eine Augenfreude, denn Holzdielen sind mehrfach abschleifbar. Viele ältere Holzböden sind im Laufe der Jahre mit PVC-Belägen, Auslegware beklebt und oder mit Farbe überstrichen worden. Es macht Sinn, einen solchen Holzboden mit einem entsprechenden Schliff und einer passenden Endbehandlung aufzuarbeiten. Das Ergebnis ist zumeist schöner und preiswerter als eine Neuverlegung. 

Doch aufgepasst: bei Schleifarbeiten ist präzises Arbeiten gefragt. Um noch lange Freude an dem Holzfußboden zu haben, sollten Sie sehr gewissenhaft bei der Renovierung vorgehen.download_button_schleifanleitung

Aus diesem Grunde haben wir hier eine Schleifanleitung für Sie:

 
 

Allgemein                                                                                                                                                                                                                                         

Bitte sorgen Sie als erstes für ausreichend Arbeitsschutz in Ihrem eigenen Interesse, indem Sie beim Verrichten der Schleifarbeiten eine Augenschutzbrille, Arbeitsschutzschuhe, Gehörschutz und eine entsprechende Staubmaske tragen. Der Transport der Schleifmaschine im Freien und auf verschmutzten Untergründen im Gebäude, bitte immer mittels Wagen oder händig transportieren, so dass die Laufrollen der Maschine nicht beschädigt werden. Die zu verwendende Steckdose sollte mindestens mit einer 16 A Sicherung abgesichert sein und das Verlängerungskabel eine Querschnitt von 3 x 2,5 qmm aufweisen, da der Anlaufstrom und auch die Betriebsleistung der Parkettschleifmaschine relativ hoch sind. Eine Kabeltrommel sollte immer ganz abgerollt werden. Schleifstaubsäcke nach der Tätigkeit oder bei einer Unterbrechung dieser, immer von der Maschine entfernen und im freien ablegen, da eine Selbstentzündungsgefahr besteht.

 

Zwingende Vorarbeiten am Untergrund

Den zu bearbeitenden Boden auf Unregelmäßigkeiten in Bezug auf herausstehende Schrauben/Nägel oder herumliegende Gegenstände überprüfen und diese gegebenenfalls versenken/entfernen, da es sonst zu Beschädigungen der Schleifwalze kommen könnte, was mit Reparaturkosten verbunden wäre. Die vorhandenen Sockelleisten sollten entfernt werden, damit Sie bis kurz vor die Wand schleifen können und der Abschluss dann mit der neu montierten Sockelleiste überdeckt wird. Weiterhin schafft man es meistens nicht, mit dem Randschleifer bis an die Sockelleiste zu schleifen, ohne diese zu beschädigen.  

 

Schleifmaschine für Grobschliff vorbereiten

Die Seitenklappe der Bandschleifmaschine öffnen, den roten Spannhebel betätigen und das Schleifband, Körnung 16/24/36 je nach Bedarf, auf die Schleifwalze und die abgesenkte Umlenkrolle aufschieben, so dass das Schleifband bündig mit der Schleifwalze verbleibt. Anschließend den Spannhebel wieder betätigen, die Seitenklappe schließen, den Staubsack mittels Schelle am Absaugrohr befestigen und das Verlängerungskabel beidseitig anschließen.

 

Schleifmaschine starten

Vergewissern Sie sich, dass die Walze nicht auf dem Boden aufliegt. Dazu den Kupplungshebel oben am Führungsgriff heranziehen, so dass er eingerastet ist. Während Sie die Maschine mit der einen Hand am Führungsgriff halten, den Schalter zügig auf Position "Start" drehen, warten bis sich der Staubsack aufgeblasen hat und den Schalter dann loslassen. Er schnappt automatisch auf Position "Betrieb" zurück und die Maschine ist betriebsbereit.

 

Schleifvorgang beginnend mit dem Grobschliff

Von der Mitte des Raumes aus die gestartete Walzenschleifmaschine langsam nach vorn bewegen und dabei die Schleifwalze mittels Kupplungshebel behutsam absenken. Kurz vor der Wand die Schleifwalze mit dem Kupplungshebel anheben, die Maschine in derselben Spur zurückziehen und die Schleifwalze wieder behutsam absenken. (Ja, die gleiche  Spur wieder rückwärts!) Diesen Vorgang um eine halben Walzenbreite versetzt  wiederholen. In dieser Weise, auch diagonal zur Holzmaserung, den ganzen Raum bearbeiten. Sobald Sie Nägel/Schrauben anschleifen, diese unbedingt versenken und wenn der Staubsack zur Hälfte gefüllt ist, diesen entleeren. Den Schleifvorgang so lange durchführen, bis der Holzboden zu 100% frei gelegt ist. Danach mit dem Randschleifer die Ränder mit den gleichen Körnungen bearbeiten.

 

Schlichtungsschliffe

Die folgenden Schleifvorgänge von Körnung 60 bis Körnung 100 werden wenn es geht, mit der Holzmaserung und in Richtung Lichteinfall erarbeitet. Wenn Sie Parkett bearbeiten und dieses Fugen aufweist, können Sie diese nach dem Schleifgang mit der Körnung 80 verfugen, indem Sie den Holzstaub vom Schleifgang K60 und K80 mit der flüssigen Fugenkittlösung „Aqua-Seal-Pafuki“ zu einem Brei verrühren und mittels einer Flächenspachtel diesen über den Parkettboden spachteln. Dabei so wenig wie möglich auf der Holzoberfläche belassen. Bei großen Fugen kann dieser Vorgang wiederholt werden, da die Masse beim Trocknungsvorgang nachsacken kann. Die Parkettoberfläche dann nochmals mit der Körnung 80 sauber schleifen und dabei besonders auf Rückstände auf dem Holz achten und diese gewissenhaft entfernen. Die gleichen Arbeitsschritte mit den entsprechenden Körnungen sollten Sie an den Rändern und solchen Stellen, welche Sie mit der Bandschleifmaschine nicht erreicht haben, mit dem Randschleifer ausführen. Achten Sie immer auf einen sauberen Übergang zwischen beiden Flächen.

 

Feinschliff

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Im nächsten Schritt saugen Sie den Boden ordentlich ab, so dass keine Schleifbandrückstände oder andere Schmutzreste herumliegen, welche Beschädigungen oder Kratzer am Holzboden verursachen könnten und schleifen diesen mittels Tellerschleifmaschine und der Körnung 120 fein und erschaffen auf diese Weise eine schöne glatte Oberfläche, welche nach erneutem saugen, dann geölt/imprägniert/grundiert und lackiert werden kann.

 

Lackzwischenschliff

Dieser erfolgt meistens nach der Trocknung des ersten Lackauftrages mittels Tellerschleifmaschine und einem Schleifpad, um die aufstehenden Holzfasern, welche durch die Lackierung entstehen, zu brechen.  

 

 

Sollten Sie weitere Fragen zu den Arbeitsabläufen oder unseren Mietmaschinen haben, rufen Sie uns bitte an. Wir sind für Sie da.

Das Kaditzianer-Team wünscht gutes Gelingen und eine wunderschöne Holzoberfläche.

 

 

 

 


 

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